Frühlingsgefühle am Wasser: Gänseküken, Haubentaucher und Teichrallen
Wenn die Sonne über dem Bielefelder Obersee steht und die Natur in voller Blüte erstrahlt, gibt es kaum einen schöneren Ort in der Gegend. Im Moment summt, brummt und zwitschert es an allen Ecken und Enden und unsere heimische Tierwelt hält uns ordentlich auf Trab!
Fangen wir mit den schönen und flauschigen Nachrichten an! Eine Naturfreundin schrieb vor ein paar Tagen ganz begeistert: „Hab vor ein paar Tagen tolle Fotos von Gänseküken gemacht, von einer Teichralle mit Babys und einem Haubentaucher beim Brüten.“
Haubentaucher am Obersee? Und Teichrallen? Oh ja! Wer im Moment mit offenen Augen (und vielleicht einem Fernglas) rund um das Wasser spazieren geht, kann das pure Leben beobachten. Es ist einfach herzerwärmend zu sehen, wie die kleinen Federbälle ihren Eltern hinterherpaddeln oder wie hingebungsvoll auf den Nestern gebrütet wird. Gerade jetzt lohnt sich ein Spaziergang am Ufer doppelt: Haltet einfach mal einen Moment inne und schaut aufs Wasser. Es ist wie ein kleines Live-Naturkino direkt vor unserer Haustür in Schildesche.

Ein kleiner Krimi mit Happy End: Die Rettung von Krähe Flori
Dass die Natur aber auch ihre dramatischen Momente hat, zeigt die Geschichte von Flori. Flori ist eine Krähe (genauer gesagt ein Rabe), die in einer ziemlich brenzligen Situation steckte.
Hier kommt eine ganz wichtige Regel ins Spiel: Nicht jeder Vogel, der scheinbar hilflos im Gras liegt, braucht automatisch unsere Hilfe! Oft sind es Jungtiere, die noch von ihren Eltern am Boden versorgt werden. Es braucht immer ein wenig Feingefühl und das nötige Fachwissen. Bitte entscheidet so etwas nie einfach selbst!
Genau richtig hat es Kristina gemacht, als sie Flori fand. Sie hat nicht lange gezögert, sondern direkt beim Tierschutzverein Bielefeld angerufen und um Rat gefragt. Und das war Floris absolute Rettung! Die Experten vor Ort stellten nämlich fest, dass der arme Kerl wahnsinnig schlecht Luft bekam. Der Grund? Er hatte eine Nuss verschluckt, die feststeckte, und wäre daran mit Sicherheit erstickt.
Nachdem er von der Nuss befreit wurde, war der Schock so groß, dass Flori sich erst einmal tot stellte: ein natürlicher Schutzreflex. Er brauchte einen Moment, um wieder zu sich zu finden. Nach einer liebevollen Nacht zum Aufpäppeln in der Station ging es ihm aber wieder so gut, dass er abgeholt und in die Freiheit entlassen werden konnte. Und zwar genau dort, wo Kristina ihn gefunden hatte.

Wenn es dunkel wird im Garten: Bitte schützt Igel & Co.!
Apropos Einsatz für Tiere: Hier ist noch ein ganz wichtiges Anliegen an alle Gartenbesitzer unter euch. Wenn wir abends ins Bett gehen und am Obersee langsam Ruhe einkehrt, geht es in unseren Gärten erst richtig los. Die Nacht gehört den Igeln und anderen nachtaktiven Tieren.
Das große Problem: Viele von uns lassen ihre Mähroboter spät abends oder nachts über den Rasen flitzen. In der Dunkelheit erkennen die Kameras und Sensoren der Geräte kleine, flache Tiere wie Igel oft viel zu spät. Die Folgen sind für die stacheligen Gartenbewohner leider oft verheerend und führen zu schweren Verletzungen.
Deswegen: Gönnt eurem Mähroboter eine wohlverdiente Nachtruhe! Plant die Mähzeiten ausschließlich am Tag, idealerweise am späteren Vormittag bis zum frühen Nachmittag. Der Rasen bleibt trotzdem top gepflegt, aber unsere Igel bleiben unversehrt. Eine absolute Win-win-Situation für alle!
Das könnt ihr zusätzlich für die Artenvielfalt im Garten tun:
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Vor dem Start des Mähers den Rasen einmal manuell kontrollieren, ob sich dort Wildtiere verstecken.
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Gemütliche Rückzugsräume schaffen, zum Beispiel durch Ecken mit etwas höherem Gras oder kleine Laubhaufen.
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Beim Kauf eines Mähroboters auf besonders feine, hochwertige Sensoren achten.
Ein kleiner, aber wichtiger rechtlicher Hinweis am Rande: Wildtiere stehen unter besonderem Schutz. Es ist gesetzlich verankert, dass man sie nicht mutwillig beunruhigen, verletzen oder töten darf. Auch deshalb ist ein achtsamer Umgang mit dem Mähroboter nicht nur moralisch, sondern auch rechtlich der richtige Weg.
Lasst uns gemeinsam dafür sorgen, dass Bielefeld nicht nur für uns, sondern auch für unsere tierischen Nachbarn lebenswert bleibt! Unsere stacheligen und gefiederten Freunde sagen von Herzen: Danke!


